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By Ulrich Johannes Schneider

Die Produktion allgemeiner, alle Wissensgebiete abdeckender Enzyklopädien im 18. Jahrhundert markiert den Beginn der modernen Wissensgesellschaft. Enzyklopädisten aller Länder bemühten sich um die Definition des allgemein Interessanten - nicht in Theorien, sondern in erfolgreich vermarkteten enzyklopädischen Werken. Ein genauer Blick auf einschlägige Schriften der Aufklärungsepoche wie Chambers'  Read more...

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Das Auftauchen der großen Allgemein-Enzyklopädien im 18. Jahrhunderts mag freilich als eine vor allem quantitative Steigerung erscheinen, eine Ausdehnung im Textumfang und in der Kombination von zuvor getrennt behandelten Formen des Sachwissens. Das Lexicon Technicum (1704) von John Harris oder die Cyclopaedia (1728) von Ephraim Chambers kombiniert mit dem Grand Dictionnaire Historique von Louis Moréri, etwa in der Auflage von 1743–1749, deckte sowohl wissenschaftliche wie historische Kenntnisse ab: Entstehen größere Enzyklopädien auf diese Weise kumulativ?

Wie sieht es aus, wenn heterogene Sachwissentraditionen zusammengenommen werden und eine allgemeine Enzyklopädie bilden? Die Analyse des enzyklopädischen Schreibens erlaubt einen genaueren Blick jenseits der als gegeben vorausgesetzten Wissensgebiete. Man kann nämlich die an den enzyklopädischen Werken der Frühen Neuzeit ermittelten Charakteristika – Aktualität, Verlässlichkeit, Anwendungsfähigkeit – an den AllgemeinEnzyklopädien auf ihre Gültigkeit überprüfen. Gut geeignet ist für diese Prüfung die erste große Enzyklopädie, Zedlers Großes vollständiges Universal-Lexicon, 83 Leca-Tsiomis (2006a); Rey (2007); Rey (2011).

83 Verglichen mit den drei großen allgemeinen Enzyklopädien lassen es alle früheren Werke daran fehlen, Sachlichkeit im jeweiligen Fall mit der angemessenen Gleichgültigkeit und Ausführlichkeit durchzusetzen. Das Auftauchen der großen Allgemein-Enzyklopädien im 18. Jahrhunderts mag freilich als eine vor allem quantitative Steigerung erscheinen, eine Ausdehnung im Textumfang und in der Kombination von zuvor getrennt behandelten Formen des Sachwissens. Das Lexicon Technicum (1704) von John Harris oder die Cyclopaedia (1728) von Ephraim Chambers kombiniert mit dem Grand Dictionnaire Historique von Louis Moréri, etwa in der Auflage von 1743–1749, deckte sowohl wissenschaftliche wie historische Kenntnisse ab: Entstehen größere Enzyklopädien auf diese Weise kumulativ?

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